Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Geschrieben von Bastian Kreykenbohm am .

Auf Stipvisite in Sachsen-Anhalt bei einem neuen Turnier.

Die Saison neigte sich dem Ende, aber es ergab sich am 24.06.19 noch einmal die Gelegenheit, vor der sportlich betrachtet eher ruhigen Zeit, ein Turnier in der Nähe der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu spielen.

Alleine in unbekanntem Terrain ist aber nicht immer so gesellig, deshalb schloss ich mich wieder einmal dem heimischen Duo Michael und Doreen aus Magdeburg an, die mich nach Süplingen (Haldensleben) zum Flechtinger Schlosspokalturnier einluden. Im Herrendoppel ging es an der Seite von Michael an den Start. Für das Mixed wurde eine Spielerin aus Wettin gefunden. Carolin Bruch (VSG Saaletal Wettin) war bereits von einem vergangenen Turnier in Wettin bekannt, die gleichzeitig auch mit Doreen im Damendoppel antreten konnte.

Das Turnier war spielfreundlich ausgelegt. Es wurde daher im Schweizer System ausgetragen, das eine feste Anzahl an Spielrunden vorsah. Und wer nun glaubt, dass ich diesen Turniermodus nochmal erläutern muss, sieht sich getäuscht. Die Organisatoren haben es mir leicht gemacht und eine kurze Erklärung direkt vor Ort in der Sporthalle als Aushang befestigt....

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Alle Disziplinen beinhalteten vier Spielrunden.

Die Doppel und Mixed-Disziplinen wurden immer im Wechsel ausgetragen, sodass nach einem Herren- bzw. Damendoppel immer eine Mixed-Runde folgte. Das bedeutete wenig Wartezeit und relativ kurze Verschnaufpausen. Mit Michael startete ich in das Turnier. Im ersten Spiel bekamen wir es mit einer machbaren Aufgabe zu tun. Ohne unter Druck zu geraten nutzten wir die Chance und für die kommenden Aufgaben einzuspielen. Da wir kein eingespieltes Doppel waren (Turniere alleine reichen eben nicht), war das auch gut so. Zugleich konnte in diesem Spiel auch der höchste Sieg unseres Turnierauftritts erzielt werden (21:07, 21:06).

Das darauffolgende Mixed mit Carolin war da schon etwas fordernder. Beide Gegenspieler waren äußerst ballsicher und parierten viele Bälle, sodass zum Teil längere Ballwechsel entstanden. Mit der Zeit gelang es uns aber, eine Strategie zu entwickeln, mit der wir die unbequeme Spielweise „handlen“ konnten. Mit einem 21:18, 21:15 konnten die Gegner niedergerungen werden. Doreen und Michael zogen nach, gewannen ihren zweiten Satz jedoch wesentlich deutlicher mit 21:06.

In Runde zwei trafen Michael und ich auf die künftigen Turniersieger. Dieses Spiel verlangte unserem Teamwork alles ab. Am Ende mussten wir uns im dritten Satz mit 17:21 geschlagen geben.

Im Mixed kam es dann auf ein Aufeinandertreffen zwischen Carolin/ mir und Doreen/ Michael. Wie hätte es das Schicksal auch anders auslosen können, denn bisher kam es in so gut wie jedem Turnier zu einer Begegnung mit meinen magdeburger Freunden. Und auch der Spielverlauf ähnelte sich. Nach einem guten Beginn mit komfortabler Führung für Carolin und mich, fingen auch Michael und Doreen sich zunehmend besser in das Spiel zu finden und holten Punkte auf. Nur hauchdünn konnten Carolin und ich den ersten Satz mit 21:18 retten. Satz zwei bot einen wechselnden Schlagabtausch, bei dem keiner der beiden Parteien so wirklich sicher sein konnte, die Oberhand zu gewinnen. Doch mit einem identischen Satzergebnis von 21:18 konnte Sieg zwei in Runde zwei eingefahren werden.

Nun ging es in Runde drei. Das Herrendoppel konnten Michael und ich erfolgreich für uns gestalten. Nach einem unserer besten Satzergebnisse (21:08), wurde Satz zwei mit 14:21 regelrecht „verdaddelt“. Das Spiel wurde somit auch erst - wie in Runde zwei - im dritten Satz entschieden, diesmal jedoch mit dem etwas besseren Ende für uns (21:13).

Leider gab es am Rande dieses Spiels auch eine sehr unsportliche Aktion. Nach einem hart umkämpften Dreisatzerfolg unsererseits richtete der Spieler auf der anderen Seite nach dem „Shakehand“ einen unsportlichen Spruch in unsere Richtung: „Eigentlich hättet ihr gar nicht gewinnen dürfen. Wenn wir unser bestes Spiel gezeigt hätten, ...“ (weiter habe ich dann auch nicht mehr zugehört). Ich habe bereits viele Turniere gespielt, an den unterschiedlichsten Orten, gegen die unterschiedlichsten Spieler. Aber so ein unsportliches Verhalten bzw. solch einen blöden Spruch habe ich bei bislang keinem Spieler erlebt. Dem Gegenüber so einen Spruch ins Gesicht zu sagen, zeugt von keinem sonderlich guten, sportlichen Charakter, denn: „In der Niederlage zeigt sich die wahre Größe!“, heißt es bekanntlich. Ganz klar, jeder, der auf einem Turnier spielt, möchte auch seinen größtmöglichsten Erfolg feiern, aber jeder sollte sich stets von fairem Sportsgeist getrieben zeigen, sodass Niederlagen mit dem nötigen Respekt dem Gegner gegenüber ertragen und akzeptiert werden. Ein weiteres weises Sprichwort besagt: „Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag besser gar nichts.“

Immerhin fühlte sich nach diesem Ereignis der Sieg nochmal umso schöner an. Darauf musste Michael erst Mal eine rauchen – das war wohl seine Art, „Dampf abzulassen“. Zudem tröstet die Erfahrung darüber hinweg, dass solche Typen glücklicherweise nur die Ausnahme in unserem schönen Sport sind. Mehr braucht es von denen auch wirklich nicht. Und der Großteil der Spieler zeigt, dass es eben auch anders geht und solche Unsympathen in der Minderheit sind. Solch ein Verhalten mitsamt solchen Spielern braucht unser schöner Sport nicht!

Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Geschehen!

Im Mixed war in dieser Runde weder für Michael/ Doreen, noch für Carolin und mich das Glück hold. Während ich mein Mixed gegen ein wirklich starkes und vor allem eingespieltes Duo in zwei Sätzen verlor, hielten Michael und Doreen in drei Sätzen mit. In diesem Spiel zeigte sich eindeutig, dass Carolin und ich das erste Mal zusammenspielten und das Zusammenspiel noch nicht gut genug war, um einen Titel zu gewinnen.

Die letzte Runde des Tages bescherte Michael und mir eine Niederlage gegen ein offensiv spielendes Duo aus Bernburg. Im Mixed verabschiedeten sich Carolin und ich mit einem Zwei-Satz-Sieg aus dem Turnier.

Die Platzierungen

Mit einem ausgeglichenen Spiel (2:2) und Satzverhältnis (5:5) konnte im Herrendoppel aus suderburger Sicht ein guter fünfter Platz herausgespielt werden.

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Doreen und Carolin erzielten im Damendoppel sogar ein Platz auf dem Treppchen und wurden am Ende Zweite.

Carolin legte dann noch einmal nach und durfte ein zweites Mal das Treppchen besteigen – diesmal an meiner Seite. Im Mixed freuten wir uns nach drei Siegen aus vier Spielen am Ende über Platz zwei in der Gesamtwertung. Lediglich gegen die Turniersieger wurde verloren.

Flechtinger Schlosspokalturnier 2019
Flechtinger Schlosspokalturnier 2019

Michael und Doreen belegten mit zwei Siegen aus vier Spielen einen guten vierten Platz.

Ein schöner Tag in Süplingen ging unter den Klängen von Andrea Berg aus den Hallenlautsprechern zu Ende. Nun war es an der Zeit aufzubrechen. Nach einem letzten Gruppenfoto ging es dann heimwärts Richtung Suderburg.

Vielen Dank an die Organisatoren für das tolle Turnier. Eine Adresse, die man sich für die Zukunft ruhig merken sollte.

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